...als Reihenfolge

Liebe Leseratten,

hier findet Ihr mein Tagebuch in absteigender Reihenfolge: Den ersten und ältesten Beitrag vom 29. Juli 2011 seht Ihr hier ganz oben. Auf jeder Seite könnt Ihr 5 Beiträge lesen. Der letzte und chronologisch aktuellste Beitrag vom 21. Mai 2012 steht ganz unten auf Seite 15. Die Seitenauswahl findet Ihr immer am unteren Ende nach dem 5. Beitrag. Viel Spaß beim Lesen wünscht Euch Eure schreibmaus lothar.

Freitag, der 23.03.2012

um 8 geht mein wecker. letzter tag vor dem wochenende. ich komme gut raus und mache mich fertig. ich kriege sogar auf die letzte sekunde den früheren bus in die innenstadt. jetzt kann ich in aller ruhe über den markt humpeln. mein linkes knie schmerzt - seit wochen. ich weiß seit diesem mittwoch, dass ich einen riss im linken innenmeniskus habe, die magnetresonanztomographie hat es gezeigt...

...voll bepackt komme ich auf der arbeit an. ich arbeite zwei stunden konzentriert, dier estliche zeit baue ich überstunden ab. mein knie schmerzt und ich muss noch einkaufen. meine neue kollegin und alte nachbarin petra rettet mich: sie fährt mit mir nach hause und nimmt mir eine einkaufstasche ab, nachdem wir beim rewe waren. ich weiß nicht, wie ich sonst nach hause gekommen wäre. daheim räume ich den kühlschrank ein und lege mich erst mal hin: entspannen, besonders knie und fuß.

später am nachmittag meldet sich andi bei mir und wir skypen. er hilft mir beim update von contao für meine homepage. noch immer schleicht sich hier ein fehler ein, den er neulich eigentlich schon beheben konnte. er muss noch an gewissen einstellungen drehen, dann klappt es schließlich doch noch. ich bin froh: mein administrations-programm ist wieder aktuell. abends geht andi auf die rolle. ich bespreche noch eine mögliche behandlung meines knies mit meinem bruder und führe noch ein paar telefonate mit guten freunden. nicht allzu spät gehe ich dann ins bett, bubu machen.

Samstag, der 24.03.2012

ich wecke mich um 11, obwohl samstag ist, will heute nicht allzu lange schlafen. um viertel nach zwölf stehe ich auf und verlasse mein radio. das frühstück tut mir gut. ich gehe in mein arbeitszimmer zurück und telefoniere mit meiner ma. wir überlegen, wann sie mir ihr ergometer runterbringt. sie sagte, ich könne es haben, um damit meine knie und meinen körper zu trainieren. sie braucht es nicht mehr. das passt wunderbar. wir einigen uns auf nächsten samstag und ich darf mir sogar noch einen kuchen wünschen, den sie dann mitbringt...

...ich freue mich schon jetzt auf ihren besuch. dann werde ich wieder ziemlich müde und beschließe, mich noch mal hinzulegen. um halb 7 stehe ich wieder auf, esse was zu abend. dann setze ich mich an den pc. auf einmal meldet sich meine angimaus. ich freue mich und wir skypen bestimmt eine stunde lang ohne kamera. sie ist traurig, hat streit gehabt. ich versuche, sie zu trösten und ihr mut zu machen. dann schalten wir unsere kameras noch ein und reden den ganzen abend miteinander. es wird spät und später. unser kontakt ist sehr art aber auch sehr intensiv. ich habe sie ganz schön gern, denke ich immer wieder und bin glücklich, dass es ihr ähnlich mit mir geht. wir sind dabei, uns anzunähern: vorsichtig, ohne stress und allzu viele erwartungen, wir genießen es beide. vor mitternacht verabschieden wir uns. ich merke, wie lieb ich sie habe. dann höre ich noch dieter nuhrs neues programm und gehe gegen halb zwei ins bett...

Sonntag, der 25.03.2012

ich wecke mich heute wieder um elf, zumindest habe ich das vor. aber ich bin schon so früh wach, dass ich vorher aufstehe. dann fällt mir ein, dass wir seit heute nacht sommerzeit haben, also: uhren umstellen. danach frühstücke ich mein sonntagsfrühstück: kelloggs smacks mit milch, mhmm! ich schmeiße meinen pc an und beginne, mir ein paar sachen herunterzuladen. derweil schaue ich bei ikea nach neuen schränken und kommoden...

ich will mein zimmer neu gestalten, wenn das ergometer nächste woche kommt: die alte matratze am fenster kommt raus, dafür kommen zwei kleine offene regale an die beiden heizungen und das ergometer in die mitte. so kriege ich auch meine klamotten unter und gewinne sogar noch etwas platz. sieht bestimmt gut aus. es hat den ganzen tag gedauert, bis ich mich für die regale entschieden hatte. erst eine endlose suche bei ikea, dann platz abmessen, im bad auch noch was abmessen, weil da auch ncoh ein regal hin soll und dann überlegen und abwägen. gegen abend fallen entscheidungen und ich bin zufrieden. meine liebe ma will die sachen die woche besorgen und bringt sie dann am samstag alle mit. dann heißt es: aufbauen und umgestalten!

mein knie hat sich seit freitag erheblich erholt. trotzdem muss ich aufpassen. sobald ich es wieder regelmäßig belaste, kommt auch der schmerz zurück und diesen freitag hatte ich zusätzlich starke schmerzen am knöchel. deswegen fiel auch das taschenschleppen nach den einkäufen so schwer... doch dieser schmerz ist wieder weg. ich hoffe, dass das auch so bleibt.

zum abschluss des tages schreibe ich noch die soaps von diesem wochenende: freitag bis sonntag, also heute. irgendwie bin ich stolz auf mich, ich habe viel geschafft, viel eingekauft, viel aufgeräumt, klar schiff gemacht. all das macht mich sehr zufrieden, zumal auch noch viel zeit dafür war, mit meiner liebsten ausgiebig zu flirten.

Samstag, der 31.03.2012

ich habe mir gestern den wecker auf 10:00 uhr gestellt, weil heute meine liebe ma aus kassel kommt. sie will zwischen 11:30 und 12:00 uhr dasein. um halb elf stehe ich auf und mache mich erwartungsfroh fertig. meine mutter ist bereits um viertel nach elf da. sie bringt zahlreiche vorräte an milch mit - und meine lieblingskuchen, ja, gleich mehrere! angekündigt war ein kuchen: mein absoluter lieblings-apfelkuchen...

...und jetzt hat sie tatsächlich noch einen igelkuchen gebacken, auf den ich mich auch ganz besonders freue, ist es doch bestimmt 10 jahre her, dass ich den das letzte mal gegessen habe, mhm... aber neben den ganzen einkaufsvorräten bringt sie mir auch ein ergometer von zuhause mit, das sie selbst nicht mehr braucht. so kann ich ein bisschen heimtraining machen, was mir wesentlich lieber ist, als irgendwo rauszugehen. tut bestimmt meinen lädierten knien gut. außerdem habe ich so ab und zu noch etwas extra-bewegung. auch nicht schlecht.

nachdem wir das auto in sechs, sieben gängen ausgeräumt haben, beginnen wir mit dem aufbau: nicht nur das ergometer will funktionieren; auch zwei regale und ein wandschrank von ikea verlangen nach einem sorgsamen aufbau. ich baue mein zimmer um: anstatt der leidigen alten matratze vor den beiden fenstern kommen dort das fahrrad und die beiden regale hin, so habe ich mehr platz im zimmer und meine klamotten kriege ich auch besser unter, passt alles wunderbar.

gegen mittag, kurz nach der ankunft meldet sich andi bei mir. wir reden kurz und verschieben ein meeting auf den abend oder den sonntag, beides ist noch ungewiss. meine mutter hilft mir beim zusammenbau des badschranks, was fast eine stunde dauert. danach pausieren wir für den kuchen, tanken auf und machen uns dann an die beiden regale. die dauern nicht so lange. gegen halb vier sind wir fertig. meine mutter verabschiedet sich von mir. ich bedanke mich, drücke sie herzlich und geleite sie nach unten. heute habe ich echt viel geschafft. und die alte matratze haben wir auf geschickte art und weise auch noch entsorgen können...

aber ich habe noch immer energie. so frage ich meine nachbarin petra, ob sie lust hat, auf 'ne stunde vorbeizukommen. kurze zeit später ist sie da. wir hören musik und quatschen eine weile, nachdem ich ihr meine neuen errungenschaften gezeigt habe, nicht ohne stolz natürlich. sie findet mein zimmer auch schöner als vorher. nach einer guten stunde rollt sie zurück, hat noch was vor. auch ich habe noch etwas vor: ich will noch einen text schreiben, was mir abends auch noch gelingt. ich bin happy und setze noch einen obendrauf: ein zweiter kurzer text folgt noch.

als ich später beide texte eingetippt habe, überlege ich, sie online zu stellen, lese sie aber erst meiner mutter vor. den zweiten text verreißt sie so dermaßen, dass ich mich nicht traue, ihn ins netz zu stellen. ich nehme mir vor, erst noch freunde zu befragen, wie sie das sehen. also muss der kurze text warten. irgendwie bin ich überrascht, denn ich habe meine mutter selten so heftige kritik üben sehen. aber sei's drum, sie hat mich damit beeindruckt. zufrieden falle ich an diesem abend ins bett, der tag war lang und einfach super!

Sonntag, der 01.04.2012

auch heute habe ich mir den wecker gestellt, habe mir noch einiges vorgenommen: die regale einräumen, wäsche zusammenlegen, weiter aufräumen, den kleiderschrank entrümpeln, usw.. um 10:00 uhr springt das radio an, ich lausche der musik bis viertel nach zwölf, dann stehe ich auf. während des frühstücks überlege ich, ob ich heute noch mal lust auf besuch habe. ich rufe einige freundinnen an, marita sagt spontan zu. sie will gegen halb sechs vorbeikommen. ich freue mich auf abends...

...bis dahin ist noch viel zu tun. als erstes stelle ich die wäsche raus, damit sie besser trocknet. das wetter ist herrlich draußen. dann beginne ich, meine t-shirts zu sortieren: die guten ins töpfchen, die schlechten ins kröpfchen. zumindest sind es nachher ein paar weniger, die ich noch draußen anziehen kann. auch hier ist nachschub gefragt. ich räume meine neuen regale ein. die ordnung sieht gut aus! irgendwann werde ich müde und lege mich nochmal für zwei stunden hin. später ruft mich meine mutter an, und wir telefonieren eine weile. dann stehe ich auf und dusche mich gründlich. danach fühle ich mich wieder wohler und frisch in meiner haut.

kurz vor sechs kommt marita. auch ihr zeige ich meine neue einrichtung. sie gefällt ihr sichtlich. sie mag sehr, wie ich eingerichtet bin und empfindet mein domizil ebenfalls als ein gemütliches nest mit wohlfühlcharakter. dann geht es an den kuchen: marita liebt mama's apfelkuchen - mindestens genauso wie ich! danach lese ich ihr bei ruhiger musik von katie melua meine neuen texte vor. zu meiner überraschung gefällt ihr auch der zweite text - sogar sehr. sie findet ihn ebenso lustig wie ich. ich bin erleichtert.

nach der musik bricht marita auf, wir gehen gemeinsam runter. mich gelüstet es nach eienr pizza, marita will einen döner mitnehmen nach hause. ich genieße meine pizza und kehre in mein reich zurück. zu meiner überraschung hat angimaus mir auf den AB gesprochen, weil sie versucht hat, mich zu erreichen. mein herz schlägt gleich eine oktave höher... ich reaktiviere meinen computer und schaue nach, ob sie da ist. sie ist... ich melde mich bei ihr und wir skypen wieder stundenlang miteinander. zumindest kommt es mir so vor. wir reden lang und intensiv. sie hat sich gefreut, dass sie in meinem längeren text vom samstag vorkommt, und ich freue mich darüber, dass sie sich gefreut hat. ernste und lustige themen wechseln sich ab. sie möchte mich besuchen kommen, wow! ich bin happy und wir überlegen gemeinsam, wie wir das anstellen können. dann muss sie unterbrechen, eine freundin kommt bei ihr zu besuch. wir machen ein päuschen mit möglicher fortsetzung am späteren abend.

ich rufe anneli an und frage auch sie nach ihrem gefühl zu meinem zweiten kurzen text vom samstag. sie findet ihn gut bis auf eine kleinigkeit, die ich gerne abändere, zumal ich auch schon daran gedacht hatte, dieses eine wort wegzulassen. so stimmt der text für mich noch mehr. ich schicke ihn angi und warte ab, ob sie sich später nochmal meldet. sie tut es. so sehen und hören wir uns noch bis kurz vor eins, bevor wir beide aus vernunftgründen und wider willen beschließen, uns zu vertagen. so bekomme ich doch noch ein paar stunden schlaf. ich gehe heute zum ersten mal seit langem wieder mit dem gefühl ins bett, ein bischen verliebt zu sein. wie schön...