Die Sichtweisen meiner FreundInnen und Familie

Wie sehen und erleben meine Freundinnen und Freunde mein Tourette? Und wie haben sie es erlebt, als es noch so heftig war? Waren sie neugierig oder eher genervt? Fanden sie es spannend oder einfach nur seltsam? Nur wenige meiner heutigen Freunde haben das Tourette noch in seiner heftigen Ausprägung kennengelernt. Wie sehen sie den Wandel? Habe ich mich sehr verändert dadurch? Das sind eine Menge spannende Fragen...

Auf den folgenden Unterseiten findet Ihr einige Aussagen von Freundinnen und Freunden, die mir heute sehr wichtig sind. Sie stellen ihre jeweils sehr persönliche Sicht- und Erlebensweise meiner Behinderung dar.

Wenn ihr bei dem frühesten Eintrag von Dani oder zuerst mit den Darstellungen meiner Familie beginnen wollt, könnt ihr mit dem Link "chronologisch" ganz nach unten springen und Euch dann "hocharbeiten".

Alternativ zu den Links im Text oder bei den Menüpunkten könnt Ihr auch einfach auf das Bild einer Person klicken, um zur jeweiligen Darstellung zu gelangen. Viel Vergnügen beim Lesen wünscht Euch die schreibmaus lothar!
 

Meine Freundinnen und Freunde

Als neunte Person, die sich hier zu Wort meldet, ist mein langjähriger Freund Andi an der Reihe. Darüber bin ich besonders froh, denn Andi ist nach meinem Bruder erst der zweite Mann, der den Mut hat, etwas über unsere Freundschaft und mein Tourette zu schreiben.

Foto: Andi und ich nackig und bunt bemalt beim Bodypainting.Andi und ich haben uns 2004 in Trebel kennengelernt, als wir an einer Weiterbildung zum Sexualberater für behinderte Menschen teilgenommen haben. Im gleichen Jahr haben wir auch die erotischen Workshops für behinderter Männer in Trebel sowie das zweite Bodypainting-Wochenende dort besucht. Dort hat sich unsere Freundschaft über die Jahre sehr gefestigt.
Andi ist auch derjenige gewesen, der mich mit Contao zusammengebracht hat, dem Administrationssystem meiner Homepage. Er meinte damals, das wäre wohl ein passendes System für meine Webpräsenz und würde mir liegen - womit er voll Recht hatte. Und er hat es mir nicht nur empfohlen, sondern auch gezeigt, wie es funktioniert, und das mehr als einmal...

Wie Andi unser Kennenlernen erlebt hat, warum er mit einer Flasche leckeren österreichischen Weines völlig falschlag und warum er sich nicht wirklich vor meinen heftigen "Kinnboxern" zu fürchten brauchte, das könnt ihr hier unter dem Link Andi nachlesen.

 

Foto: Die Mio-Maus wind- und wetterfest mit Anorak und Mütze an der Nordseeküste.Die achte und altersmäßig jüngste Beschreibung unseres Kennenlernens ist die Darstellung von Mio-Maus, die übrigens auch immer wieder bei den anderen Schreibmäusen aktiv ist und dort auch ihre eigene Seite hat. Mio-Maus habe ich durch Aki-Maus kennengelernt, weil Akina sie mir vorgestellt hat, als die beiden sich auch gerade kennenlernten. Und beide haben mich schon ziemlich am Anfang zweimal besucht. So sind wir uns begegnet und schnell war auch das Schreiben ein schönes Thema von uns dreien. Mio und mich verbindet vor allem ein Herbst und Winter 2016 / 2017 mit vielen intensiven Gesprächen und Telefonaten miteinander. Wir sind sehr vertraut miteinander geworden, und so ist es nicht ausgeblieben, dass ich sie gefragt habe, ob sie sich vorstellen kann, auch mal etwas über unser gemeinsames Kennenlernen zu schreiben und wie sie anfangs meine Tics erlebt hat. Ja, und das hat sie jetzt auch prompt getan. Wer wissen will, warum die Mio-Maus mich in manchen Dingen sogar als ein Vorbild für sich erlebt, der kann das hier unter dem Link Mio-Maus nachlesen oder den entsprechenden Link im Menü auf der linken Seite anklicken.

 

Foto: Akina grinst von einem Ohr zum anderen.Die siebte und bis jetzt mit Abstand jüngste Freundin meines Lebensweges, die bereit war, etwas über unser Kennenlernen und meine Tics zu schreiben, ist Akina "Wirbelwind", wie ich sie gerne liebevoll nenne. Akina hat im Herbst 2015 und Frühjahr 2016 bei uns ein Praktikum gemacht. Dort haben wir uns kennengelernt. Nach dem Praktikum haben wir uns langsam angefreundet und bis heute verbinden uns viele persönliche Gespräche, Treffen in meinem Snoozle-Raum und zahlreiche gemeinsam verspeiste Pizzen "Atlanta" miteinander. Aki-Maus schreibt sehr gerne und kann unheimlich toll zeichnen. Einige ihrer Texte kannst Du unter Schreibmaus Aki-Maus nachlesen. Ihr jüngstes grafisches Werk ist in meiner Geschichte "Der kleine Schlüssel" zu bestaunen. Wie Akina mich und meine Tics anfangs erlebt hat und weshalb sie das Gefühl hatte, ich wollte einen Weltrekord aufstellen, das könnt ihr unter dem Link Akina nachlesen.

 

Foto: Ein schönes Portrait von Evelyn in meinem Snoozle-Raum.Evelyn ist nicht nur die sechste Frau, die etwas über uns schreibt, sondern auch eine meiner langjährigen und besten Freundinnen. Wir haben uns 1998 über die Arbeit kennengelernt. Nachdem wir einige intensive Jahre als Freunde und Kollegen erlebt haben, ist Evelyn nach Hamburg gezogen. Die ersten Jahre hat die Freundschaft noch gut gehalten, aber dann bröckelte der Kontakt immer mehr ab, weil ich irgendwie nicht mehr an eine Freundschaft glaubte. Wir sahen uns nur selten und telefonierten kaum noch miteinander, bis Evelyn 2015 spontan zu meinem Geburtstag kam, um mit mir zu feiern und den Rosenmontagszug in Mainz zu sehen. Während sie bei mir übernachtete, wurde mir plötzlich klar, dass sich unsere Freundschaft nicht an der Quantität der Kontakte bemessen muss, sondern an deren Qualität bemessen lassen kann, und die war immer super. Das hat mir Evelyn klar gemacht. Und dafür bin ich ihr ganz besonders dankbar, ebenso wie für den liebevollen Text, den sie für mich und meine Seite geschrieben hat! Klickt einfach den Link Evelyn hier an oder benutzt den gleichnamigen Link in der Menüstruktur der linken Spalte.

 

Foto: Marita war mir auf Anhieb äußerst sympathisch.Die fünfte Freundin, die hier das Wort ergreift, ist auch gleichzeitig meine längste Freundin auf dieser Seite: Marita und ich haben uns 1992 auf einem Peer Counseling-Seminar kennengelernt, in dem uns amerikanische Freunde die Grundlagen der Beratung von Behinderten durch behinderte Menschen vermittelt haben. Bei Marita war es irgendwie "Liebe" auf den ersten Blick: Wir sahen uns, wir mochten uns, auf Anhieb und ohne Vorbehalte. Auch wenn es vielleicht abgedroschen klingt, aber unsere Behinderungen waren einfach nicht wichtig für uns, so sehr sie auch ein verbindendes Element waren. Meine Freundschaft zu Renate hat insbesondere seit ihrem Tod 2009 auch noch mal meine Freundschaft zu Marita gefestigt und intensiviert. Dafür bin ich sehr dankbar. Wie Marita unser Kennenlernen beschreibt und was ihr dabei wichtig war, das kannst Du hier unter dem Link Marita nachlesen. Du findest ihn ebenfalls noch mal links in der Menüstruktur.

 

Foto: Susanne ist eine langjährige Vertraute von mir. Susanne (hier links im Bild) ist die vierte Freundin, die Zeit gefunden hat, sich über unsere Freundschaft und das, was uns so miteinander verbindet, ein paar Gedanken zu machen. Kennengelernt haben wir uns im Jahr 2000 in Trebel. Wir haben zahlreiche Erotik-Workshops mitgemacht und über die Jahre ist eine freundschaftliche Beziehung zwischen uns entstanden, die von viel gegenseitigem Vertrauen und Offenheit geprägt ist. Zurzeit pflegen wir wieder einen sehr intensiven Austausch, nachdem unser Kontakt in den letzten Jahren ziemlich geruht hat. Wenn Du wissen willst, warum Susanne mein Tourette mit einer Uhr vergleicht, dann findest Du die Erklärung unter dem nachfolgenden Link Susanne oder links unter ihrem Namen.

 

Foto: Bribri inmitten von Grün.Die dritte Freundin, deren Sichtweisen ich hier veröffentlichen darf, ist eine meiner jüngsten Freundinnen. Bribri und ich kennen uns erst seit Sommer 2006. Das war das Jahr, in dem unser gemeinsamer Freund Werner, der damalige Lebensgefährte unserer lieben (inzwischen ebenfalls verstorbenen) Freundin Renate, ein Jahr zuvor gestorben war. Damals kamen seine engsten Freundinnen und Freunde am ersten Jahrestag seines Todes zusammen, um sich gemeinsam an ihn zu erinnern. Renate war damals natürlich auch noch mit dabei.

Aber Bribri ist nicht nur eine super Freundin von mir geworden; sie schreibt auch hin und wieder Gedichte und hat etliche schöne Aquarell-Bilder zu meinem zweiten Buch beigesteuert. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr hier ihre Texte nachlesen und hier ihre Bilder anschauen.

Bribri hat ihren Beitrag für diese Rubrik wie einen Brief an mich verfasst: Sehr persönlich und sehr direkt erinnert sie an die Anfänge unserer Freundschaft und deren Werdegang bis heute. Warum sie mich als den einzigen Mann bezeichnet, der ihre Freundin ist, das erfahrt ihr hier bei Bribri. Der Link zu ihrem Text ist natürlich auch noch einmal links in der Menüstruktur zu finden.

 

Foto: Die Uschimaus im Portrait vor einer alten Mauer.Als zweite Schreiberin ist meine Ex-Freundin, die Schreibmaus Uschimaus, an der Reihe. Und wenn ich sage, dass sie meine Ex-Freundin ist, dann meine ich damit nicht, dass wir nicht mehr befreundet sind, sondern dass sie nicht mehr meine Lebensgefährtin ist. Befreundet sind wir natürlich nach wie vor miteinander.

Da die Uschimaus auch bei den anderen Schreibmäusen vertreten ist, weise ich hier auf folgendes hin: Wer die Texte von ihr nachlesen möchte, kann das unter dem Link Schreibmaus Uschimaus tun.

Ja, die Uschimaus hat auch so ihre ganz eigene Sichtweise von meinem Tourette gewinnen können, insbesondere in der Zeit, in der wir eng zusammen waren. Ob ihre und meine Behinderung nun "kompatibel" waren, was das im einzelnen bedeutet, und warum ihr manche Tourette-Betroffene wie "vom Teufel besessen" erscheinen, das erfahrt ihr hier unter dem folgenden Link Uschimaus.

 

Foto: Dani gut gelaunt in meinem Snoozleraum im Gespräch.Den Anfang macht hier meine Freundin Dani. Wie die meisten meiner Freundinnen und Freunde hat auch Dani eine Behinderung. Wir haben uns schon vor vielen Jahren kennengelernt, als ich dabei war, nach Mainz zu ziehen. Dennoch kennt Dani mich eigentlich nur mit wenigen Tics, da ich zur Zeit unseres Kennenlernens bereits Medikamente genommen habe. Da sie ausgebildete Ärztin ist, verwundert es nicht, dass sie das Tourette schon vor mir kannte. Ob und wie sich ihr Wissen über diese Erkrankung, bzw. ihr Verhalten durch unsere Bekanntschaft verändert hat, dass erfahrt ihr unter dem nachfolgenden Link Dani, oder unter dem gleichnamigen Link in der Menüstruktur links.

 

 

Meine Familie

Meine Mutter (ich nenne sie gerne "Meine liebe Ma") macht den Anfang der familiären Beiträge in dieser Rubrik und beschreibt als elementarste und längste Teilnehmerin meines Lebens ihre Sicht der Dinge. Mom, ich bin ganz besonders dankbar für Deine Worte, weil ich weiß, dass sie Dir nicht leicht gefallen sind. Wer wissen will, warum meine Mutter trotz all der erlebten Einschränkungen sehr stolz auf mich ist, kann das hier unter dem Link Meine liebe Ma nachlesen, oder den gleichnamigen Link links im Menü anklicken.

Aber auch mein Bruder (manchmal von mir liebevoll "Brasahat" genannt) hat es sich nicht nehmen lassen, seine Eindrücke zu meiner Behinderung und seinem Dasein als jüngerer Bruder zu schildern. Und auch hier bin ich sehr froh und dankbar, wie offen und ehrlich er sein konnte, um auch gerade die schwierigen Momente mal aus seiner Sicht zu schildern. Danke, Brasa, für Deinen Mut und Deine Offenheit, Dich hier zu zeigen! Unter dem Link Mein Bruder findest Du seine Darstellung zu meiner Behinderung, oder aber unter dem gleichnamigen Link im Menü in der linken Spalte.