Mein tic...tac...toe...Tourette-Syndrom

Foto: Ich neige meinen Kopf zur Seite und drücke meinen linken Oberarm an mein linkes Ohr.Ich habe ein Tourette-Syndrom, mein Tourette-Syndrom. Was das Tourette-Syndrom ist, versuche ich Dir auf dieser Unterseite zu erklären. Warum es mein Tourette-Syndrom ist, willst Du wissen? Nun:

  1. Diese meist chronische (also dauerhafte), als nicht heilbar geltende Erkrankung gehört mir. Sie gehört mir, meinem Körper und meiner Seele, und sie gehört zu mir: zu mir, zu meinem Körper und zu meiner Seele. Sie ist ein Teil von mir, ein wichtiger Teil. Ich möchte sie nicht wieder hergeben, und auch mein Körper, mein Geist und meine Seele möchten diese Krankheit nicht mehr hergeben. Ich lebe damit! Fast mein Leben lang schon! Sie ist ein wichtiger, vielleicht sogar ein unverzichtbarer Bestandteil meiner Persönlichkeit geworden.

  2. Foto: Ich werfe den Kopf in den Nacken, kneife die Augen zusammen und reiße den Mund weit auf.Ich habe nicht irgendein Tourette-Syndrom. Ich habe mein Tourette-Syndrom! Die Art meiner Symptome, ihre Auswahl und Vielfalt, ihre Intensität und Dauer, ihre Mischung und Aneinanderreihung - all das ist einzigartig! Niemand tickt so wie ich. Nur ich ticke so, wie ich eben nun mal ticke. Kein Tourette-Syndrom gleicht dem anderen. Jedes Tourette ist anders, hat andere Symptome oder andere Ausprägungen, andere Zusammenstellungen von Tics.

  3. Foto: Mein Kopf, Oberkörper und linker Arm drehen sich schnell nach hinten. Nicht zuletzt ist es auch mein Tourette, weil ich heute sagen kann: Ich bin stolz auf mich und mein Tourette! Ich bin stolz darauf, dass mein Körper, mein Geist und meine Seele in der Lage waren, aus der genetischen Disposition (Veranlagung) heraus, die bei mir für diese Krankheit sicher vorliegt, ein Tourette-Syndrom zu entwickeln, das mächtig und stark geworden ist. Wieso und wofür ich das brauchte und noch brauche, dazu später mehr...

 
Ja, soviel erst mal zur Erklärung, warum dieses Tourette-Syndrom mein Tourette-Syndrom ist und nicht das, irgend eines anderen Tourette-Betroffenen. Vielleicht betone ich die Zugehörigkeit dieser Erkrankung zu mir auch so, weil mir wichtig ist, festzustellen, dass alles, was ich auf diesen Seiten zu mir und meinem Tourette sage, eben nur meine eigene, ganz persönliche Erfahrung und Sichtweise mit dieser Erkrankung ist. Sie muss auf niemanden sonst zutreffen und ich erhebe keinerlei Anspruch auf Allgemeingültigkeit für Tourette-Betroffene, was meine persönlichen Thesen und Darstellungen angeht. Mir ist aber wichtig, dass diese individuellen Erfahrungen und Sichtweisen als für mich bedeutsam und zutreffend geachtet und respektiert werden!

Unter diesem Menüpunkt "mein tourette" in der linken Spalte findest Du weitere Unterpunkte, die vielleicht für Dich interessant sind. An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass ich keinen gesteigerten Wert darauf lege, bei der Beschreibung des Tourette-Syndroms auf die medizinisch und wissenschaftlich korrekten Begriffe, Zahlen und Kategorien zu achten. Daher können Kategorisierungen, Beschreibungen, Zahlen- oder Prozentwerte, Begriffe und Benennungen von den tatsächlich gebräuchlichen Inhalten und Ergebnissen heutiger wissenschaftlicher Forschung abweichen. Ich bitte dafür um Verständnis.

Allerlei Interessantes zu meinem Tourette

Grafik: Ein Beinbruch ist zwar eine Behinderung, aber eine Behinderung ist noch lange kein Beinbruch!

Auf den folgenden Unterseiten findest Du viele verschiedene Details zu meinem Leben mit dem Tourette-Syndrom. An dieser Stelle möchte ich Dir eine kurze Übersicht dazu geben:

Als Einstieg in dieses sehr persönliche Thema möchte ich Dir quasi einen Vorschlag machen, nämlich den Vorschlag, die Dinge einmal mit meinen Augen zu sehen. Dazu erzähle ich Dir etwas darüber, wie ich heute die Themen "Krankheit" und "Behinderung" in meinem Leben betrachte und warum mir das hilft. Ich nenne diesen Link "Vorschlag", weil ich betonen möchte, dass Du Dich mit meiner Interpretation der Dinge anfreunden kannst, aber nicht musst, und natürlich auch, weil er dieses Kapitel über mein Tourette mit dem Nachschlag am Schluss hervorragend einrahmt Zwinkernd.

Mit meiner Lebensgeschichte beginne ich dann auf der nachfolgenden Unterseite unter dem Link-Titel: "ts als mein feind", die ungefähr bis in die Zeit nach meinem Abitur mit 19 Jahren hineinreicht. Hier sind auch viele Fotos aus meiner Kindheit zu sehen. Weiter unten auf derselben Seite findest Du dann noch einmal einen Überblick über den gleichen Zeitraum, aber diesmal tabellarisch zusammengetragen und aus den Erinnerungen meiner Mutter heraus aufgeschrieben.

Auf der nächsten Unterseite ("ts als mein freund") erzähle ich Dir, wie es mit mir und meinem Tourette nach dem Abitur weiterging. Auch hier findest Du einige Fotos von mir begleitend zum Text.

Danach folgt die Seite "meine geschichte" mit sehr vielen weiteren Informationen in den beiden Unterseiten: Die erste Unterseite "meine interviews" enthält 3 Videos, und die zweite Unterseite "zusammenhänge" erläutert die in den Videos dargestellten Inhalte mit einigen wissenschaftlichen Hintergründen. Die Hauptseite heißt hier auch deswegen "meine geschichte", weil sie eben auf mich zutrifft, aber auf niemanden sonst zutreffen muss!

Anschließend gibt es auf drei weiteren Seiten verschiedene Sichtweisen des Tourette-Syndroms: Auf der ersten Unterseite "eigene sichtweisen" finden sich interessante Gedankenspiele zu meinen Tics, die meinen Blick auf mein Tourette von der Seite "zusammenhänge" noch erweitern, weil sie eben auch erst danach entstanden sind.

Auf der zweiten Unterseite "freunde-sichtweisen" lasse ich Freundinnen, Freunde und auch noch meine liebe Familie über deren Sichtweisen und persönlichen Erfahrungen mit mir und meinem Tourette-Syndrom zu Wort kommen.

Und auf der dritten Unterseite "andere sichtweisen" präsentiere ich Sichtweisen aus der Literatur und dem Web. Das Wort "andere" bezieht sich dabei auf die Tatsache, dass die dort vorgestellten Betrachtungsweisen sich nicht an schulmedizinischen Erklärungsmodellen orientieren, sondern alternative Sichtweisen von Menschen darstellen, die sich intensiv mit dem Tourette-Syndrom beschäftigt haben, sei es nun als Mediziner, als Selbst-Betroffene oder in anderen Bezügen.

Danach findest Du unter dem Menüpunkt "meine berichte" Darstellungen, in denen es um mich und mein Tourette geht. Das sind unter anderem Veröffentlichungen in Zeitungen und Büchern, aber auch Ausschnitte aus Videofilmen, die andere Menschen über mich gedreht haben.

Anschließend versuche ich mich an einem Resümee und zum Abschluss gibt es dann noch einen sehr spannenden Nachschlag.

Ich wünsche Dir viel Spannung und Vergnügen beim Lesen!