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Meine Texte zum Nachlesen:

Abschiedsgedanken


Freitagabend, kurz vor neun, Dienstagmorgen fahre ich.
Bei Pizzys, Milch und oberaffentittengeiler Musik von
Mike Oldfield (QE2) sitze ich vor’m Papier und
bebuchstabiere es mit dem, was der Volksmund Kuli nennt,
als mir einfällt (das Lied im Hintergrund klingt übrigens
für mich gerade wie ein Abschiedslied und ist auch das schönste
auf der Kassette), dass ich große Lust hätte, meine
noch kommenden, vielleicht traurigen Gedanken ein bisschen
lustig zu formulieren. Schließlich geht dieses Scheißleben
ja weiter. Ich werde zuhause ankommen, arriven.
Gerade eben lief „Arrival“, ein ganz tolles Lied, das seinen
Ursprung vermutlich irgendwo in Irland oder Großbritannien
hat. Ich denke an die Sachen, die ich noch alle
einsammeln muss, weil ich sie verliehen habe und
eigentlich wiederhaben will. Im Hintergrund der „Cuckoo-Song“,
der mich daran erinnert, dass ich vielleicht in den nächsten
Tagen sagen werde: „Zum Kuckuck nochmal. Wo steckt denn
jetzt die Hanne? Ich krieg’ doch von ihr noch die
Skateboard-Ausrüstung zurück!“ Aber auch das Lied ist schon
alle. Gleich kommt „Blue Peter“, das Lied, das ich Papa
mit einem klassischen für die Abi-Prüfung extra zusammen-
gemischt habe. War ’n voller Erfolg. Er war stolz. Ich war stolz.
Und nun ist er ziemlich traurig und allein, als Mutti ihm
gestern gesagt hat, dass sie jetzt nicht mehr mit ihm
zusammenleben möchte. Zusammenleben möchte ich auch
nicht mehr mit ihm, aber ich will ihn nicht verlieren. Ich
glaube, ich werde ihn öfters mal besuchen. Und ich glaube,
dass er stark genug dafür ist, diese Lebenskrise zu überwinden,
genau wie ich und Mutti und mein Bruder!

ls.

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