Meine Texte zum Nachlesen:

Dein Computer


Dein Computer, das unbekannte Wesen

Ich wollte schon immer ’n Computer haben
die Dinger sind ja wirklich gut
und mich am technischen Fortschritt laben
weil der alles für mich tut

Und so warte ich nicht lange
der Laden ist auch rappelvoll
die Verkäuferin sagt: Keine Bange
und: Das Gerät hier ist echt toll

Der Printer hat ’n super NLQ
und ’ne Maus is’ auch dabei
ganz neu sei jetzt die CPU
Ich frag: Is’ das ’ne Schwesterpartei?

Die Zugriffszeit sei äußerst kurz
zwei Joysticks sind mit im Paket
es gäbe nie ’nen Absturz, ich
raff’ nix, doch jetzt ist’s eh’ zu spät

Mit vier Paketen unter Arm
steh’ ich da und schreib den Cheque
aus, die Verkäuferin hat Charme
und mein ganzes Geld ist weg

Zuhause pack ich alles aus
nun wird er wahr, mein Kindheitstraum
mein Kater schielt schon nach der Maus
ich merk’, ich brauch ’n Extraraum

Nach drei Tagen Schwerstarbeit
stecken Kabel und die Strippen
das System ist jetzt bereit
denk ich und fang an zu tippen

Der Bildschirm fängt zu blinken an
ich denke nur: Was für ein Scheiß
„No disc present in unit one“
ich frag mich, woher der das weiß!

Ich schieb ’ne Disc nun in die Floppy
und bin mir gar nicht mehr gewiss
ob das nun als neustes Hobby
auch wirklich so das Richtige is’

Lämpchen blinken hell und stet
bitte lass mich nicht im Stich
der, dem noch gar kein Licht aufgeht
bin anscheinend nur noch ich

Ich glaube jetzt, der sucht echt Streit
am Monitor ein großer Stern
„free ram 111 K-Byte“
war das nich’ ein Chemiekonzern?

Ja, ja, das ist mein Computer
dann warnt er: Alles voller Viren
oh Gott, oh Gott, was is’, was tut er?
mir bleibt nur zu kapitulieren

Ich sage nur den einen Satz:
das Ding ist ja ’ne echte Marter
es war völlig für die Katz’
drum steht es jetzt bei meinem Kater

ls.

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