Meine Texte zum Nachlesen:

Träume (eines Studenten)

Und wieder reißt er mich mit monotonen
Geräuschen aus dem Schlaf wie von Telefonen
ich kann es nicht leiden und wünsche mir
mein Wecker möge mich nur einmal verschonen

Auch heute morgen, als der Tag anbricht
ist mir, als wasche ich ein anderes Gesicht
und so sehr ich mich schon wieder beeile
die Zeit für ein Frühstück reicht auch diesmal nicht

Zur Ing-Schule dann gelange ich halbwegs gut
im Speisesaal brauche ich schon etwas Mut
als Behindertenreferent im AStA stell' ich mich vor
weil frau/mann das zu Semesterbeginn eben so tut

Vierhundert Augen starren und stehen
im Raum und meine Gedanken, sie drehen
sich um einen fast vergessenen Traum
Habt Ihr noch nie einen Spasti gesehen?

Zurück zum HoPla, noch schnell etwas regeln
während ErstsemesterInnen durch die Gänge flegeln
hin und wieder träume ich davon
dem Stress einfach mal davon zu segeln

Danach ins OW, o weh, o weh
obwohl ich mich gerne schreiben seh'
Gedanken und Zeit und Raum zum Träumen
auch wenn sie zerfließen wie gestriger Schnee

Die Pizza, die ich so heiß ersehnte
und bereits sicher im Magen wähnte
sie ließ mich im Stich, was äußerst gemein war
mein Magen indessen knurrte und stöhnte

Der Traum von der Pizza war da und platzte
obwohl in Gedanken genüsslich ich schmatzte
den Ärger zu leugnen, das wäre falsch
Öffnungszeiten waren das, was mich reichlich kratzte

Nun sitze ich hier und schreibe von Träumen
von Seifenblasen und anderen Schäumen
und so ermüdend das bis zum Abend auch ist
ich bin sicher, ich werd's morgen auch nicht versäumen

Denn was da so fasziniert mich hält
ist nicht der Ruhm und ist nicht das Geld
die Lust am Schreiben, an mir, am Erzählen schlechthin
ist das, was mir in dieser Welt so gefällt

ls

Zurück