Meine Texte zum Nachlesen:

Innenwelt

Ich glaube Dich zu kennen
und weiß doch wenig von Dir
unbekanntes Land, unbekannte Frau
viele Facetten, viele Gesichter,
die ich vielleicht nie kennen lernen werde.
Doch etwas von Dir kenne ich,
weiß, wie das ist,
loslassen zu müssen, ohne es zu wollen
immer das Gefühl zu haben,
dass alle anderen wollen,
dass Du loslässt.
Fotos zeigen Dich stark und klar,
sicher und selbstbewusst,
doch im Moment überwiegen
Deine Ängste und Unsicherheiten,
weißt nicht, was Du machen sollst,
fühlst Dich schwach und einsam,
und das tut mir weh,
weil ich es kenne,
weil ich weiß, wie das ist,
keinen Horizont zu sehen,
keine Kraft zu spüren
und keinen Trost,
keine Aussicht auf ein Ende
dieses Leidensweges.
Und doch wissen wir beide,
dass dieser Weg eines Tages enden wird,
um in einen anderen zu münden,
ein weiteres Stück Deines Lebens,
in Lebendigkeit und Fröhlichkeit,
in Selbstbewusstsein und Sicherheit.
Doch der Weg dahin ist meist steinig,
gepflastert mit Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung,
Demut und Traurigkeit.
Diese Traurigkeit ist es,
die auch mich traurig macht,
traurig und hilflos,
auch wenn ich weiß,
dass ich Dir nicht helfen kann,
nicht wirklich,
so sehr weiß ich aber auch,
dass ich Dich ein Stück begleiten kann.
Vielleicht lerne ich eines Tages
noch mehr von Dir kennen,
von Dir und Deiner Innenwelt.

ls



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