Meine Texte zum Nachlesen:

Jahreszeiten

Mein Kopf diktiert mir Schmerzen
Mein Hirn ist heiser
pocht langsam vor sich hin
wohin will es bloß?
Ich frage mich, warum? –
muss das sein, warum? –
kann ich nicht einfach genießen?
Alles um mich herum scheint so harmonisch
und ist es wohl auch,
aber ich mache mir mal wieder meine Gedanken
fühle mich wohl und kaputt zugleich
irgendwo dazwischen, zwischen hier und heute,
hier und jetzt, es gibt nichts, was mich hetzt
und doch fühle ich mich erschöpft
kann kaum sagen, was gerade ist,
unbestimmte Gefühle machen sich breit,
etwas Angst ist dabei, und auch anderes,
wie ein unbekannter Cocktail
Werde ich noch öfter erwachen?,
erleben, dass der morgige Tag
mein Leben umkrempelt?
Ich hoffe nicht, und doch fürchte ich
diesen Moment, von dem ich nicht weiß,
ob er jemals kommen wird
Sehne mich nach Ruhe und Sicherheit,
die ich mir selber geben muss,
die ich vermutlich immer vermissen werde
in ihrer Ganzheit und Fülle
und doch kann ich stolz sein
auf die Ruhe und Gelassenheit,
die ich mir bisher selbst geben konnte,
so, als ob ein kleines Wunder geschehen ist
dabei weiß ich: Das Wunder ist eigentlich
riesengroß,
oftmals kann ich gar nicht glauben,
was ich schon alles geschafft habe,
aber es ist wahr: Ich lebe und bin
mein bester Beweis dafür, eigentlich
gibt es keinen Grund, Trübsal zu blasen,
und doch macht sich mein Kopf
so seine Gedanken
um mich und meine Welt,
eine Welt voller Gefühle und Eindrücke,
die auf mich einprasseln,
wie ein warmer Regen auf ein sonniges Gemüt
jederzeit bereit, etwas Neues zu erfahren
auch, um Altes zu vergessen
der Frühling war anstrengend genug,
der Sommer war ein Spiel
aus Hochs und Tiefs,
jetzt darf der Herbst eintreten,
langsam und gemächlich,
mit allerlei bunten Blättern,
die sich nach der Erde sehnen,
nach Ruhe und Gelassenheit,
so wie ich,
und irgendwie habe ich das Gefühl,
ich freue mich schon auf den Winter,
kann es kaum erwarten, einen Schneemann zu bauen…

ls



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