Textkunst von Akimaus

Innere Gespräche

Innere Gespräche

[An sie:]
Würde er dich ziehen lassen, auf dass du freier lebtest?
Würde er dein Lächeln stets bei sich tragen,
auch wenn du wärst so weit entfernt?
Würde er dir alles Glück wünschen und es sein Herz erfreuen,
wenn du es gefunden hast in eines anderen Armen?
Vielleicht wird er dich eines schönen Tages auf seine Art lieben können,
und auch du wirst diese ganz eigene Art der Liebe erwidern.
Ich wünsche es dir.
Es ist stets leicht, zu lieben in einer schönen Welt.
Doch liebt er dich auch im Streit?
Wenn er es ehrlich meint, dann ja.
Doch liebt er dich, wenn ihr euch trennt
und sich dein Herz einem anderen wohltuend zuwendet?

[An ihn:]
Wohl kaum wirst du diesen Schmerz ertragen.
Sedieren wirst du ihn.
Wirst weiter schreiten auf geplatzten Träumen
und leeren Worthülsen.
Dein Leben schreitet voran,
und ab und an denkst du an die ach so schon vergangene Zeit.
Deine Liebe endet dort, wo meine erst beginnt.
Lieben ist nicht gleich Lieben:
Deine bedeutet "haben", meine heißt, "loszulassen",
nur um ihr neues Werden Schritt für Schritt zu begleiten.

[Monolog:]
Ich brauche ihre Liebe nicht.
Ihr Glück berührt mein Herz,
und so wie sie meines hielt,
halte ich sie in mir.

[An ihn:]
Bitte liebe sie so, wie du noch nie in deinen Leben geliebt hast,
und trotzdem ist es nicht genug:
Die wahre Liebe siehst du nie.

 

Akina, 21.07.2016

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