Textkunst von Akimaus

Abwarten

Abwarten

Dieses Gefühl – es hängt an meiner Brust.

Durchwachsener Gefühlsbrei verschnürt mir meine Kehle.

Ich vertraue ihr blind – trotzdem ist es ein Abwarten.
Ich warte auf die SMS, die mich erlöst und sanft zum Schlaf geleitet.

Auf dass ich zur Ruhe komme und das Spiegelbild
des Traumes von gestern nicht die Realität des Tages wird.

Ein unruhiges Gefühl lässt mein Herz toben.
Doch liebe ich sie, vermag sie nicht in Ketten legen.

Doch die ihrige Freiheit ist mein Schmerz.

Diese Unruhe das Ergebnis einer gebrochenen Liebe?
So warten meine müden Augen auf den neuen Tag.

Abwarten.

Und die Zeit verrinnt wie Leim.
Hier sitze ich nun und warte wie ein räudiger Hund auf seinen Knochen.

Ohnmächtig mitansehend; doch der Blick bleibt mir entsagt
und Kälte fährt durch mein Gebein, macht die Nacht zum Tage.

 

Akina, 24.05.2016

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