Meine Texte zum Nachlesen:

Sie sitzt da


Sie sitzt mit angewinkelten Knien am Strand und träumt vor sich hin. Der Tag neigt sich dem Abend zu. Ein warmer Wind streicht um ihre zarten Knospen, der sie erregt. Die riesigen Palmwedel wiegen sanft von einer Seite zur anderen. Ihre Lippen liegen halb geöffnet und warten. Kleine Wellen brechen sich, laufen aus und umspülen ihre Füße, die immer mehr vom angespülten Sand bedeckt werden. Von irgendwoher kreischt eine Möwe ihr trauriges Lied. Ihre Knospen sind inzwischen hart geworden vom Wind, der noch immer lau um ihren nackten Körper weht, so, dass sie jedes Mal eine leichte Gänsehaut bekommt, wenn sie ihn spürt. Der Himmel verfärbt sich langsam in ein tiefes Rotorange, als sie sich behutsam zurücklehnt und ihre gebräunten Schenkel leicht spreizt, sodass man die noch immer wartenden, zarten Lippen sehen kann. Während das Meer sein strahlendes Blau mit der untergehenden Sonne in ein Glutrot taucht, streckt sie vorsichtig die Arme über den Kopf nach hinten, und ihre Brüste dehnen sich langsam. Nur die Knospen stehen noch hervor wie kleine Palmen auf einer Insel. Nachdem der rote Feuerball nun eintaucht in die kühle Frische des Ozeans, werden auch die Möwen stiller. Hier und da ist in der Ferne noch ein Schrei zu hören. Die Palmenblätter gehen noch immer leicht mit dem Wind, als sie die Knie behutsam in den warmen Sand gleiten lässt. Sie spreizt die Beine noch ein wenig mehr, sodass ihre Lippen jetzt völlig offen stehen und die noch zarteren Lippen enthüllen, die sonst so geschützt verborgen liegen. Die Wellen klatschen noch immer an den Strand, und das Wasser berührt ihre dichten Haare und ihre Liebesknospe, die durch die leichte aber ständige Berührung mit dem kühlen Nass langsam anschwillt. Die Sonne verabschiedet sich von diesem langen Tag, bevor sie ganz versinkt. Die Möwen sind inzwischen völlig verstummt, auch der Wind hat aufgehört, die Palmen ruhen friedvoll aber majestätisch, und während sie noch immer dahinträumt, schließt sie die Augen, um alles um sich herum zu vergessen. Als die Nacht hereinbricht, führt sie die rechte Hand zärtlich an ihrem Körper nach unten.

(zu cicada a)

ls.

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