Meine Texte zum Nachlesen:

Schwule Gedanken


Schwule Gedanken kommen und gehen
komme und gehe ich mit?
noch bin ich unsicher
es ist ungewohnt – für mich
und doch so vertraut
es ist ungewöhnlich – für viele
sie schreien so laut
und ich liege hier
mit einem Mann
behutsame Zärtlichkeit
bedachtes Streicheln
seiner Haut
an meiner –
Gänsehaut –
kein Schwanz der Welt dürfte mich jetzt ficken
und es tut auch keiner
wir sind weit davon entfernt
und uns doch so nah
mein Bauch fühlt mit
und das ist gut so
ihm würde schlecht, bevor ich es merkte
mein Bauch –
ein echter Schutzengel
ich küsse Dich und spüre Deine zarten Lippen
meine Hand liegt auf Deiner Brust und spürt ihre Wärme
ich fühle mich geborgen
so nah bei Dir
wünsche mir,
keine Angst mehr zu haben –
vor Dir, vor uns, vor all den anderen,
vor der Vergangenheit
Alltag soll es werden
das wünsche ich mir –
alltäglich, gewöhnlich, normal eben
und trotzdem möchte ich die Nähe zu Frauen nicht missen
möchte mir aussuchen können, mit wem ich zärtlich bin
und wie!
und wie, und wo, und wann!
möchte selbst entscheiden,
ob ich eine Brust oder eine Brust streichele
eine Brust mit Haaren, oder eine Brust ohne Haare
und ich möchte Haare streicheln –
ganz viele –
viele weiche Haare
eine ganze Löwenmähne voll
eine Hand voller Haare
und in der anderen einen Glückstropfen –
Deiner Augen
möchte wissen, dass ich dir was bedeute
möchte wissen, was ich Dir bedeute,
und was es für Dich bedeutet,
ebenfalls mit einem Mann dazuliegen
und Dich zu spüren,
der Dich spürt, wie du ihn
und wie warm und wohlig es sein kann,
schwule Gedanken zu haben...

ls.

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