Meine Texte zum Nachlesen:

psychotraum


es ist früh am morgen, so gegen fünf, sechs uhr
das zimmer ist noch dunkel
ich liege in meinem bett und schlafe
im selben zimmer schläft auch mein vater
nackt unter einer decke
so wie ich
unsere matratzen liegen etwa eineinhalb meter auseinander am boden

plötzlich liegt mein vater ganz dicht bei mir
und fängt an, mich mit seinen händen
an penis und hoden zu stimulieren
dann sehe ich, wie seine füße an meinem bauch liegen
und mich streicheln
ich bekomme ein lustvolles gefühl und beginne langsam zu stöhnen
das stöhnen wird immer lauter und heftiger
nach fünf, sechs mal höre ich abrupt auf, schreie meinen vater an,
dass ich das nicht will und dass er aufhören soll

ich stehe auf und gehe völlig verwirrt aus dem zimmer
mein vater sitzt am boden und vermittelt mir das gefühl,
als habe ich ihn zu unrecht ausgeschimpft
er folgt mir in den flur und ich schreie ihn nur an
er geht zurück ins schlafzimmer
im flur klingelt das telefon

ich nehme ab und melde mich
am anderen ende ist meine mutter
wir unterhalten uns einen moment lang
im hintergrund höre ich meinen vater sagen:
aber ich sollte dich doch streicheln!
völlig sauer brülle ich:
du solltest nicht, du konntest!

das gespräch mit meiner mutter ist beendet
ich gehe den flur entlang an der schlafzimmertür vorbei
bis zum anderen ende des ganges, dann drehe ich mich um
am telefon steht mein vater
er geht langsam auf mich zu und wird dabei zu petra
als sie bei mir ist, fühle ich mich noch immer unwohl
ich bin geladen und aggressiv

ich öffne hinter mir eine tür und gehe in ein kleines zimmer
petra folgt mir; wir fangen an zu diskutieren und zu streiten
energisch und entnervt verlasse ich den raum
und gehe in den flur zurück
während ich auf das schlafzimmer zugehe,
steht petra noch in der tür und ruft mir nach:
aber ich will dich doch nicht erpressen!

ls.

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