Meine Texte zum Nachlesen:

Mein kleiner Freund


Mein kleiner Freund,
ein witziger Geselle,
mal froh und heiter,
mal traurig und lustlos
begleitet er mich durch mein Leben,
mein Männerleben
vielfältig und vielschichtig sein Gemüt
viele Falten und viele Schichten prägen sein Äußeres
klar und doch undurchsichtig,
fast undurchschaubar
lebt er sein und mein Leben,
manchmal mit Eigensinn
das ist dann sein Eigenleben
äußerst sensibel reagiert er auf jede
kleine, noch so zarte Berührung,
auf jeden lustvollen Gedanken,
nicht immer, aber doch oft bereit,
sich zu erheben,
Stärke und Macht zu demonstrieren,
Männlichkeit schlechthin
oftmals in der Lage,
Weiblichkeit zu beglücken oder zu verletzen,
die beiden Seiten einer Medaille
wenn er mit Größe und Festigkeit protzt,
ist alles möglich:
Glück, Lust, Zufriedenheit, Befriedigung,
hüben wie drüben
oder aber Schmerz, Verwundung, Demütigung,
je nach Intention seines Herrn,
darüber muss ich mir im klaren sein und bin es auch,
es ist ein sehr zweischneidiges Schwert,
das ich da besitze,
meistens klein, faltig und zart,
unendlich weich und schön,
schön anzufühlen, schön anzusehen,
schön, ihn zu streicheln,
auch ohne lustvolle Absichten,
dann wieder mit Absicht,
auf das er wachsen möge und gedeihe,
mich und sich zu Höchstleistungen bringen möge,
die in der völligen Erschöpfung enden,
nie bereit für eine spontane Wiederholung,
dann ist Ruhe angesagt, Ruhe und Erholung,
bis all das Blut, das ihn groß und steif werden lässt,
wieder entwichen ist.
Sein Leben, ein Auf und Ab,
manchmal auch ein Rein und Raus,
um doch zu 99 % aller Zeit
in Ruhe und Gelassenheit zu verbringen.
Mein kleiner Freund,
ein biologisches Wunder,
und ich bin froh und glücklich,
ein Mann zu sein,
froh und glücklich,
ihn zu haben – meinen Schwanz!

ls.

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