Meine Texte zum Nachlesen:

geliebter freund


geliebter freund, geliebter mann,
du weckst meine sehnsucht nach dir,
nach einem anderen männlichen körper,
in dem ich mich wieder finde, wieder erkenne,
und doch bleibt die frage:
kenne ich mich?
kenne ich dich?
wie wird deine berührung sein?
werden meine härchen „ja“ zu dir sagen?

deine zarten hände bewegen sich behutsam,
flankieren meine gedanken,
sinnlichkeit durchrauscht mich,
ich quelle über vor glück,
kann dich kaum fassen,
durchtauche die zeit wie ein zeitreisender,
der sinn des lebens wird unbedeutend
angesichts so viel zärtlichkeit

Foto: Zwei Marienkäfer begegnen sich auf einem Blatt.dein schoß fordert mich zum streicheln auf
ich fühle mich eingeladen,
dich zu verwöhnen
dein geschlecht ist so wunderbar weich,
schmiegt sich jeder meiner bewegungen an
alles ohne scham, scham ist für sünder –
doch wir zwei kennen keine sünde,
wir kennen nur die liebe,
die liebe zwischen zwei menschen
alles verfliegt: angst, scham, sünde
haben keine chance mehr bei uns
wir sind zwei liebende im meer der gefühle,
der einsamkeit, der zweisamkeit, der allwesenheit,
dein geschlecht steigt langsam auf,
erwacht aus seinem tausendjährigen schlaf
und ich begrüße es,
heiße deine kleine macht willkommen –
zwischen meinen fingern

deine beiden bälle gehören jetzt mir –
spielbälle des schicksals sozusagen,
sie ergeben sich in mein spiel
aus drücken und loslassen,
kneten und massieren,
ein spiel mit lust und schmerz,
und wir beide spüren:
die grenzen sind fließend,
deshalb bin ich auch ganz vorsichtig,
wenn ich an dir bin

ich küsse deinen bauchnabel,
streichele die innenseiten deiner schenkel,
hinauf bis zu deinem zentrum der lust,
liebe es, dich und dein liebesschwert
abwechselnd erstarken und
wieder schwächeln zu sehen
ich spiele mit deiner erregung
und deine erregung spielt mit – mir

Foto: Zwei Marienkäfer, die sich gerade auf Knospen lieben.wir haben kein ziel,
lassen uns und unsere körper treiben –
im meer der sinnlichkeit und fleischeslust
und dein fleisch begehrt wieder auf,
sehnt sich nach zuwendung.
deine liebeskugeln treten deutlich
unter ihrer haut hervor
und wollen umarmt werden
und ich habe lust, dir zu geben,
wonach du verlangst

dann nehme ich ein seidenes tuch,
rolle es zusammen
und nehme deine liebeskugeln darin gefangen
ich schlinge das tuch noch zweimal
vorsichtig um sie, bevor ich sanft zuziehe
und die falle mit einem knoten
zuschnappen lasse
ich muss lachen
jetzt sind sie meine gefangenen,
treten prall hervor
wie die brüste einer frau im wonderbra –
ohne jede chance,
mir wieder entrinnen zu können
ich genieße diesen anblick
deiner geknebelten bälle,
die sich zusehends violetter färben,
ohne jedoch schaden zu nehmen

dein liebesschwert lässt diese behandlung
nicht ungeachtet verstreichen
und erhebt sich mittlerweile
zu seiner vollen größe
ich umfasse sanft seine rosige spitze
mit meinem fingerring
aus daumen und zeigefinger
als ich dein bändchen berühre,
stöhnst du leise auf
und ich genieße deinen anblick
mit meiner eigenen erregung

Foto: Zwei Marienkäfer, die sich gerade auf einem alten, vertrockneten Blütenkelch lieben.meine erregung steigt mit deiner,
die parallel mit meinen streicheleinheiten zunimmt
der rhythmus unseres liebesspiels
nimmt ein paar mal ab und wieder zu,
bevor er auf seinen höhepunkt zusteuert
ich lasse meinen fingerring unablässlich
an der spitze deines liebesschwertes
auf- und abgleiten
dein atem geht schneller,
immer schneller

der sanfte druck auf deine liebeskugeln
ist nicht ohne wirkung geblieben
dein zepter pulsiert gleichmäßig,
bis der puls plötzlich zunimmt
dann geht alles sehr schnell:
ich beschleunige noch einmal
die umschließende bewegung
meines fingerrings an deiner spitze,
dann sehe ich, wie du die augen schließt,
den kopf in den nacken wirfst
und deine lenden zu zucken beginnen
ich höre dich ruckartig keuchen,
während dein heller warmer saft
wie eine fontäne aus deinem zepter spritzt
und dann an meinen fingern
herab zu laufen beginnt

deine lenden zucken noch immer stakkatoartig,
dein kopf angespannt,
die muskeln deines körpers gekrampft,
ringst du nach luft,
während sich dein atem langsam beruhigt
überall in deinem schoß
kleine tropfen und spritzer
deines warmen weichen liebessaftes
ich kriege lust, dich zu probieren
und lecke mir die finger nach dir
einige kleine wellen durchströmen dich noch
und fördern letzte tropfen deines samens
an deinem liebesschwert zutage,
das sich jetzt langsam aber sicher
wieder seiner weichheit hingibt

ich spüre meine faszination von deiner lust
und bin kaum in der lage,
dieses wunder zu begreifen
so schnell deine lust kam,
so schnell war sie wieder vorbei,
nicht ohne in einem gewaltigen energieausbruch
tausende winziger lebenspartikel
aus der tiefe deines männlichen körpers
hervorzubringen –
faszinierend und gewaltig,
wie eine menschliche eruption,
ein vulkan in menschengestalt

Foto: Zwei Marienkäfer, die sich gerade vor einer Blume lieben.ich bin ebenso erschöpft wie du,
befreie deine liebeskugeln
noch von ihrer behutsamen fessel,
dann lege ich mich zu dir
lege meinen kopf in deinem arm,
meine hand auf deine brust,
mein geliebter freund,
und bin bereit,
die zeit für immer verstreichen zu lassen...

ls.

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