Meine Texte zum Nachlesen:

Bianca I, II


Bianca I

Sie sitzt da, mit rötlich braunem Haar
einem grauen Pulli an, einem Tuch um den
schmalen Hals,
den Bleistift in der Hand, wartet sie still
auf gescheite Worte,                wie ich auch
die Hand an der Wange, stützt sie den Kopf
weich, wie Seerosen im Teich
auf der Oberfläche schwimmen
einen Clip im Ohr, malt sie Zeichen
auf ein Blatt und wartet auf kluge Worte
                                               wie ich auch
Gemälde: Eine junge Frau schaut mit der Faust am Kinn nach links.ein Rest Bleistift auf dem Tisch, mit offenen Augen
sieht sie sich um, den kleinen Finger an den
Lippen, den Daumen am Kinn, sitzt sie
entspannt auf dem Stuhl         – süß
und wartet auf tolle Worte,       wie ich auch
ihre Augen fixieren den Dozenten, der Atem
geht ruhig, nichts scheint sie zu stören,
mein Bleistift hat es gut in ihren Fingern,
sie entdeckt den Hund, ein flüchtiges Lächeln
auf ihrem Gesicht, die Zeichen sammeln sich
auf ihrem Blatt, und sie wartet immer noch
auf intelligente Worte               wie ich auch
das ist Bianca

 


Biancas Reaktion (Bianca II):

Du
Das ist absolut schön, was Du geschrieben hast.
Das über mich, wie Du mich siehst.
Es macht mich verlegen, weiß nicht warum.
Ist fast zuviel, oder?
Schreib mal. Da steckt so viel drin, weiß nicht so recht wohin
damit. Früher wusste ich es. Jetzt bin ich verlegen – warum
weiß ich nicht.

ls.

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