Meine Texte zum Nachlesen:

Ameisenbär


Der Ameisenbär

Bei aller Liebe zur Entspannung,
zur Ruhe und Gelassenheit,
zu meinem heiligen Schlaf,
da wünsche ich mir,
ich hätte Ameisen im Hintern.
Dann würde ich vielleicht
nicht ganz so oft und
nicht ganz so ausgiebig
meine Wochenenden im Bett verbringen.
Dann wäre ich insgesamt aktiver und lebendiger –
und vielleicht auch attraktiver.
Ich stelle mir vor,
wie ich mit Ameisen im Hintern
samstags und sonntags
bereits um 10.00 Uhr aufstehe
und um halb Elf einen schönen
Wochenendspaziergang mache.
Bei Sonne und eisiger Kälte
durch den Park laufen
und tollenden Hunden zuschauen,
spielende Kinder beobachten
und Erwachsene grüßen.
Dann nachmittags ein Buch lesen,
oder auch zwei,
oder an meiner Homepage weiterbasteln.
Kreativ sein, etwas malen oder schreiben,
so wie jetzt, das ist schön.
Doch der innere Schweinehund
ist nicht so leicht zu überwinden.
Er scheint sich von meinen Ameisen zu ernähren.
Wahrscheinlich ist er eher ein Ameisenbär:
Er vertilgt meine krabbelnden Kreativgeister im Po,
und ich ergebe mich
saft- und kraftlos der Müdigkeit.
Vielleicht muss ich nur lernen,
wie ich diesen Ameisenbär
von Zeit zu Zeit vertreiben kann…

ls.

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