NACH DER WEISHEIT SUCHEND

NACH DER WEISHEIT SUCHEND

Wie ein kleiner Kiesel im Wasser,
der sich zu bewegen scheint, liegend zwischen den anderen vielen.
Versuchend, mit der Wasser Kraft aus dem Flussbett sich herauszuspülen,
war ich auf der Suche nach der Weisheit.
Auf der Suche nach der Einzigartigkeit dessen.
Wie ein Blatt getragen vom Wind, nach oben immer höher.
Haltend, um nicht zu fallen in die Tiefe.
Dann liegend zwischen den anderen vielen.
Auf der Suche nach der Quelle, dem Ursprung dieser.
Es schien die längste Wanderung meines Lebens zu sein,
Eine Wanderung mit großer aufbringender Kraft.
In Erschöpfung versuchte ich, den Spalt der Felswand zu öffnen.
Nach der Weisheit suchend.
Aber es gab keinen Zugang.
So besann ich mich, und es war schön zu sehen, wie aus dem Nichts oberhalb des Felsens
ein Wasser entsprang und brausend sich dem Flussbett hinbewegte,
um die vielen kleinen Kiesel zu umspülen.
Sich den Sonnenstrahlen hinzugeben und zu sehen,
wie spielend im Spiegelbild des Flusses der Bäume Blätter tanzten.
Es war schön, unterhalb der Quelle die leuchtenden Blüten im Gestein zu entdecken.
All das aufzunehmen, was aus dieser entsprang.
Mit Hingabe sammelte ich so viele Kiesel, wie ich mit meinen Händen aufnehmen konnte,
dabei fielen mir schon einige aus den Händen.
Aber diese, die ich halten konnte,
sollten mir genug sein.

 

Brigitte, Juli 2016

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